Das Schloß

Die Straße geht steil bergauf, west­lich und östlich ist Wald zu sehen. Nach eini­gen Schrit­ten auf der ansteigen­den Straße, sieht Paris. rechts neben sich einen Wiesen­platz, auf dem einige Menschen […]

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Dejà Vu

Veröffentlicht auf April 2nd, 2010kein Kommentar

Da, plöt­zlich taucht ER wieder auf, wie aus einem Nebel großer Nach­den­klichkeit, die Sonne blendet mich, und als ich wieder ein wenig erken­nen kann, sehe ich ihn, meinen alten Fre­und Grave­yard. Vor sechs Monaten auf den Tag genau ist er gestor­ben, an seiner Unfähigkeit, sich der men­schen­ver­ach­t­en­den Gesellschaft anzu­passen, er kon­nte sich nicht mit dem Wach­s­tum arrang­ieren. “Wiege Dich wie ein Wei­den­strauch im Winde”, sprach der alte Weise Laotse. Doch wahrschein­lich meinte er damit eine andere Art von Anpas­sung als die Men­schen zu Grave­yards Lebzeiten. Jetzt sitzt Grave­yard knapp vor mir auf einer Mauer vis a vis der Com­in­Po­lis. Sein Haar ist kräftig gewach­sen, die Haut ist fahl, so fahl, wie man es von Toten kennt. Wie früher häu­fig trägt er auch jetzt seine grün-gelbe Weste. Er sieht zu mir herüber, wen­det sich nach einem kurzen Blinzeln von mir seitwärts ab. Ein kurzes heftiges Schaud­ern erfasst mich. Dann geh ich weiter, seine alte, jetzt ein­same Mut­ter besuchen.

2069

Veröffentlicht auf Dezember 4th, 2009kein Kommentar

Bre­men im Jahr Zweitausend­dreizehn  — ein Men­sch, der gelit­ten hat in seinem Leben, der jetzt noch lei­det, nur dass er heute offener  ist. Wie alle Men­schen bewegt er sich in Raum und Zeit, oder genauer gesagt, in der  Großs­tadt mit den musikalis­chen Tieren. Er erlebt Kul­tur erst kaum. Nur allmäh­lich ent­deckt er, immer noch ver­stört, die Bewe­gung, ein Traum scheint in Erfül­lung zu gehen. Doch da ist auch noch was anderes, was ganz und gar Brutales.

zweitausendneunundsechzig (2069)

Veröffentlicht auf Dezember 3rd, 2009kein Kommentar

Im Traum unter­wegs in der Stadt, war auf einem Hügel nahe der Com­in­Po­lis, es stellte sich her­aus, dass ich zur Arbeit wollte, Paris und Poe hiel­ten sich in meiner Nähe auf. Poe zeigte Paris ein neues Pro­gramm. Ich selbst bemerkte  einen Bicall, mit dem ich aufge­fordert wurde, in einen alten Com­mu­n­i­tor das neue Pro­gramm einzus­peisen.  Plöt­zlich befand ich mich in einem Bus am Rande der Stadt, fuhr in Rich­tung Innen­stadt, stieg in einiger Ent­fer­nung zur Com­in­Po­lis aus dem Bus. Ein Kampf gegen abschüs­sige Strassen und hohe Mauern, an denen glatte Leit­er­sprossen befes­tigt waren, ich trug Hand­schuhe, schwitzte, weil ich unen­twegt gegen das dro­hende Fallen ankämpfen musste. Die Ent­fer­nung zur Com­in­Po­lis wurde nur schein­bar geringer. Der aus dem Nichts auf­tauchende Poe ver­suchte mir zu helfen, er war schneller als ich. Ich schwitzte, wollte irgend­wie aus dem Fen­ster sprin­gen und davon­fliegen, fliehen, aber da war kein Fen­ster, nur eine Dose von diesem Demozeugs, das man früher wahrschein­lich eher mit dem Wort Bier beze­ich­nete. Mir war kalt, mich fror es an Fin­gern und an den Füßen, die Wan­gen aber glühten, musste immer weiter, denn mein Ziel war, nein, ist das Pro­gramm. Und dieses ist nicht nur das, was wir dafür hal­ten, näm­lich eine Soft­ware, die von Men­schen gemacht, weit gefehlt, das Pro­gramm beschreibt das, wofür wir alle gerne auf alles andere verzichten kön­nen und es erlaubt uns, in höch­ster Ver­rück­ung Dinge zu sehen, die zugle­ich niemals zuvor von einem anderen gedacht noch von uns selbst vorgestellt wor­den, den­noch uns im näch­sten Augen­blick in die höch­ste Verzück­ung bringt. Aber was rede ich: Gibt es denn so etwas?